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 Max Schmeling Geburtshaus

 

Max Adolph Otto Siegfried Schmeling (* 28. September 1905 in Klein Luckow; † 2. Februar 2005 in Wenzendorf) war ein deutscher Schwergewichtsboxer und zwischen 1930 und 1932 Boxweltmeister im Schwergewicht. Er gilt bis heute als einer der populärsten Sportler Deutschlands.

 


Am 28. September 1905 wurde Max Schmeling in Klein Luckow als Sohn des Steuermanns Max Schmeling und dessen Frau Amanda geboren. Im Alter von 14 Jahren begann Schmeling eine kaufmännische Lehre.


Sein Interesse für den Boxsport wurde erstmals 1921 geweckt, als er einen Boxfilm sah. Um das Boxen richtig erlernen zu können, ging Max Schmeling ein Jahr später ins Rheinland, das damalige Zentrum des Boxsports in Deutschland. Schmeling war als Arbeiter in einer Düsseldorfer Brunnenbaufirma beschäftigt. Sein Arbeitgeber versetzte ihn im Jahre 1923 nach Köln-Mülheim, wo er dem Amateur-Boxverein SC Colonia 06 beitrat.

Am 2. August 1924 begann Schmeling mit einem Kampf gegen Hans Czapp in der Tonhalle in Düsseldorf seine Profi-Boxkarriere, die ihn frühzeitig und mehrmals nach New York führte – der damaligen Hochburg des Profiboxens. Am 24. August 1926 wurde Schmeling durch einen Sieg gegen Max Diekmann Deutscher Meister im Halbschwergewicht.

1927 errang Max Schmeling seinen ersten großen Titel im Kampf gegen den Belgier Fernand Delarge in der Dortmunder Westfalenhalle wurde er Europameister.

1928 ging er nach New York, "um die Welt zu erobern".

Joe Yussel neuer Manager Schmelings gab ihm den Kampfnamen "Der schwarze Ulan vom Rhein“. Am 12. Juni 1930 kämpfte Max Schmeling gegen Jack Sharkey um den vakanten Weltmeistertitel im Schwergewicht. Dies war das zweite große Sportereignis, das im Hörfunk direkt übertragen wurde. Nach einem regelwidrigen Tiefschlag seines Gegners in der vierten Runde konnte Schmeling nicht weiterkämpfen, wurde jedoch durch dessen Disqualifikation zum Weltmeister erklärt. Bis heute ist Schmeling der einzige Weltmeister, der seinen Titel durch eine Disqualifikation seines Gegners erhielt.

Am 3. Juli 1931 verteidigte er seinen Titel durch technischen K. o. in der 15. Runde gegen den US-Amerikaner Young Stribling. Am 21. Juni 1932 kam es in New York zum Rückkampf gegen Sharkey. Dem Amerikaner wurde nach 15 Runden der Sieg nach Punkten und damit der WM-Titel zugesprochen, selbst in den Augen vieler Amerikaner war dies ein Skandalurteil.

Am 26. August 1934 besiegte Schmeling Walter Neusel in Hamburg. Dem Kampf wohnten 100.000 Menschen bei, die bis heute größte Zuschauermenge bei einer Boxveranstaltung in Europa. Organisiert war dieser Kampf von dem Boxpromoter Walter Rothenburg. Der ließ im nächsten Frühjahr für einen Kampf Schmelings gegen den Amerikaner Steve Hamas in 42 Tagen die Hanseatenhalle in Hamburg-Rothenburgsort einrichten. Es war die größte Sporthalle, sie bot 25.000 Menschen Platz, der Madison-Square-Garden nur 20.000. Der Sieg Schmelings gegen Hamas ermöglichte Schmeling wieder in Amerika als Boxer Fuß zu fassen und gegen Joe Louis anzutreten.

Am 19. Juni 1936 bestritt Schmelings sein berühmtester Kampf. In New York kämpfte er gegen den „Braunen Bomber“ Joe Louis, der damals als unschlagbar galt, aber noch nicht Weltmeister war. Schmeling analysierte Filme seines Gegners und fand einen Schwachpunkt: Louis ließ nach dem Schlag seine Linke fallen, was Platz für einen Konter bot. In einem Interview nach seinen Chancen befragt, ließ er denn auch wissen “I have seen something” - ein Satz, der im US-Boxsport zum geflügelten Wort wurde. Im Kampf überraschte Schmeling die Boxwelt, indem er Louis schon früh hart treffen konnte und ihn dann durch K.O. in der 12. Runde besiegte. Dieses Ergebnis war auch ohne WM-Titel aus deutscher Sicht die bis dahin größte Überraschung im Boxsport und wurde von der NS-Propaganda politisch missbraucht.

Im Juni 1938 bekam Schmeling – erneut in New York – die zweite Chance, Weltmeister zu werden, da Joe Louis einen Rückkampf gegen den einzigen Mann anstrebte, der ihn geschlagen hatte. Diesmal beging Louis nicht mehr den Fehler der tiefliegenden, linken Hand, schlug lange Geraden zu Schmelings Kopf, und trieb ihn gleich zu Beginn der Runde zurück. Nach rund einer Minute landete Louis einen schmerzhaften Treffer auf Schmelings linke Niere, kurz darauf weitere entscheidende Kopftreffer. Schmeling ging mehrmals zu Boden, stand jedoch immer wieder auf, bevor der Kampf schließlich durch die Intervention von Schmelings Trainer Max Machonab gebrochen wurde. Louis gewann souverän in der ersten Runde. Dies war Schmelings letzter Boxkampf in den USA.

Am 2. Juli 1939 gewann Schmeling gegen Adolf Heuser zum letzten Mal die Europameisterschaft im Schwergewicht. Dieser Boxkampf war Schmelings vorerst letzter. Im gleichen Jahr kaufte er das Rittergut Ponickel bei Rummelsburg in Pommern. In das kleine Gut investierte Schmeling die Erträge seiner Kämpfe und es wurde ihm und seiner Frau zu einer wirklichen Heimat.

Im Jahr 1940 meldete er sich freiwillig zum Dienst in der Wehrmacht. Schmeling wurde als Fallschirmjäger am 20. Mai 1941 beim ersten Angriff auf die von Großbritannien verteidigte Mittelmeerinsel Kreta eingesetzt. Schmeling verletzte sich bei der Landung, wurde im Lazarett behandelt und anschließend als nicht-kriegsdienstverwendungsfähig geschrieben.

1945 floh Max Schmeling mit seiner Frau aus Pommern und lebte ab 1946 in Hamburg. Er erhielt am 22. Januar 1947 von der US-Militärregierung in Deutschland die Boxerlaubnis für die amerikanische Besatzungszone. Finanzielle Not zwang ihn, nach acht Jahren am 28. September 1947 wieder in den Ring zu steigen. Am 31. Oktober 1948 bestritt Max Schmeling in Berlin gegen den Hamburger Richard Vogt seinen letzten Kampf, den er nach Punkten verlor. Nach 56 Siegen in 70 Profikämpfen beendete er seine aktive Laufbahn. Dem Boxsport blieb er als Ringrichter zunächst weiterhin verbunden.

Schmelings Kampfstatistik liegt bei 56 Siegen in 70 Profikämpfen (40 davon durch K. o.), 10 Niederlagen und 4 Unentschieden.

Nach seiner Boxkarriere ließ sich Schmeling mit seiner Ehefrau Anny Ondra in Wenzendorf bei Hamburg nieder und betrieb in Hamburg-Bramfeld die Generalvertretung Norddeutschland für Produkte aus dem Hause Coca-Cola.

1971 wurde Max Schmeling das Große Bundesverdienstkreuz verliehen, 1977 erschien seine Autobiographie „Erinnerungen“. Einen schweren Schicksalsschlag musste er hinnehmen, als am 28. Februar 1987 seine Frau starb.

1991 wurde die karitative Max-Schmeling-Stiftung ins Leben gerufen. Schmeling wurde im selben Jahr als erster und bislang einziger Deutscher in die „International Boxing Hall of Fame“, die Ruhmeshalle des Boxsports, aufgenommen. Ihm zu Ehren erhielt eine im Jahre 1996 eröffnete Mehrzweck-Arena in Berlin den Namen Max-Schmeling-Halle. Aus Anlass seines 99. Geburtstags im Jahre 2004 gab die Österreichische Post eine Briefmarke mit Schmelings Porträt im Wert von 0,55 Euro heraus.

Am 2. Februar 2005 starb Max Schmeling im Alter von 99 Jahren an einer schweren Erkältung in seinem Wohnort Wenzendorf. Die offizielle Trauerfeier fand am 1. März 2005 im Hamburger „Michel“ statt. Er ruht auf dem Friedhof Hollenstedt bei Hamburg neben seiner Gattin Anny Ondra.

 

(Quelle Wikipedia)



 

   

 

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