Gemeinde & Ortsteile

 

Historisches

 Sandförde

 

1618 ....Verzeichnis des königlichen Forstreviers Sauernkrug auf einer Landkarte später Albertshof
und Groß Mauseort als Holländerei durch die Schweden

1762....wurde das Pächterhaus in Mauseort neu errichtet, nachdem das Alte durch einen Sturm zerstört wurde.

1765....Sandförde wird erstmalig im Kirchenbuch Dargitz erwähnt. Sandförde wurde als Wollspinnerkolonie angelegt auf einem zum Amtsdorf Jatznick gehörigen Kamp Landes, die Sandförde genannt. Sandförde entstand durch die Kolonisationstätigkeit Friedrich des Großen

1767....Joachim Friedrich Kleinschmidt war einer der ersten Ansiedler in Sandförde. Kleinschmidt stellt in seiner Erbverschreibung dar, dass Wollspinnen das Hauptgeschäft seiner Frau und seiner Kinder ist.

1778....Am 02.05.1778 wird Michael Friedrich Kleinschmidt in Sandförde geboren. Er heiratet später eine Ludwig Dorothea aus Belling.

1784....Am 13.03.1784 wird Dorothea Grapentin in Sandförde geboren. Sie heiratet später den gebürtigen Ückermünder Radmann.

1775....in Sandförde werden 60 Einwohner gezählt, Mauseort ist verpachtet an einen Schultz und in Saurenkrug leben der der Förster Klamann und der Holzschläger Matthiess.

1775....Sandförde verfügt über eine Bodenfläche von 19 ha und 76 Morgen

1785....in Wilhelmstal wurde ein Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäuden und ein Arbeiterhaus errichtet, genannt Elskenest

1786....durch die Sandförder Kupferschmidt, Kapell und Zimmermann erfolgte eine Eingabe beim König mit der Forderung des Wegfalls der Nahrungssteuer welche abgelehnt wurde.

1786....wurde Erb und Eigentumsrecht für die Gehöfte in Sandförde eingeführt. Die Anfertigung schriftlicher Urkunden erfolgte erst 1833.

1800....in Sandförde leben 12 Kolonistenfamilien, 2 Büdnerfamilien und 4 Einliegerfamilien

1801....verstirbt Joachim Friedrich Kleinschmidt(67 Jahre) und vererbt nach einer Eingabe beim König seine Wirtschaft den jüngsten Sohn. Kleinschmidt ist der erst bekannte Dorfschulze in der Kolonie.

1810....erfolgt die Auflösung der königlichen Forstreviere (auch Sauernkrug) aus Geldmangel Sauernkrug wird durch den letzten Oberförster Klamann erworben.

1818 zählte Sandförde bereits 14 Familien mit 82 Einwohner

1821....Verkauf der Besitzungen durch Klamann , dazu gehörte Wilhelmstahl, Grundbesitz entlang der Landstraße, welche Klamann roden ließ und sich bis dahin 30 Einwohner ansiedelten. Der Verkauf erfolgte an Albert Hoffmann, welcher den Ort in Albertshof umbenennen ließ.

1822....erlosch die Berechtigung Raff- und Leseholz aus dem Forst zu holen. Die Bünder bekamen dafür eine Abfindung von 125 Talern

1822....wurde mit der Erbauung des Schulgebäudes begonnen. Die Regierung unterstützte den Schulbau mit 150 Taler und Holz aus der Forst.

1823....Am 13.01.1823 wurde die Schule in Sandförde eröffnet. Es gingen 28 Kinder zur Schule. Erster Lehrer war Karl Heinrich Böttcher von 1823 – 1932. Zum Schulausbau in Sandförde, deren Kinder bis dahin die Jatznicker Schule besuchten, hatte die Kirche nach Verfügung der Regierung zu Stettin vom 13.04.1822 3 Rthlr 6 Gr 2 Pfg zu zahlen. Von 1823 -1828 zahlte die Kirche jährlich 1 Rthlr an den Lehrer in Sandförde für den Unterricht armer Kinder.

1825....die Chaussee in Albertshof wurde Bestandteil der Poststrasse Stralsund – Pasewalk – Stettin

1833....in Sandförde besuchten 68 Schulkinder die Schule.

1833....wurden in Sandförde 250 Einwohner gezählt.

1836....wurde die Pflasterung der der Chaussee Albertshof (jetzt Bundesstrasse 109) vorgenommen.

1837....Am 28.08.1837 wurde Mauseort gegen eine jährliche Rente von 1 ½ Taler als Eigentum erworben.

1839....Der Weg des Landbriefträgers verlief aus Richtung Hammelstall (Waldeshöhe), Bullermühle und Jatznick kommend in die Ortschaften Sandförde, Albertshof und Wilhelmstahl und weiter in Richtung Belling und Dargitz Briefe wurden mittwochs und sonntags ausgetragen.

1839....erwarb Oberstleutnant a.D. Wilhelm von Weprach Albertshof.

1841....schaffte Sandförde sich die Kirchenglocke an, welche auf den alten Friedhof hinter der Schule aufgebaut wurde.

1844....kaufte der jüdische Güterschlächter Joei Joseph Wertheim für 9000 Taler Albertshof. Er zerschlug das Gut in 36 Parzellen

1850....gab es durch Vereinzelung der Grundstücke in Albertshof und Wilhelmstahl die erstem Pferde.

1858....Am 06.09.1858 bei einem Großfeuer brennen 8 Bünderhäuser und das Schulgebäude nieder. Brandursache sollen spielende Kinder mit Feuer sein. In dem Feuer starben Christine Bade, Karoline Bade und das dreijährige Kind Karoline Brunst

1860....wurde das Schulgebäude neu erbaut.

1860....in Sandförde werden 325 Einwohner gezählt.

1862....befanden sich in Sandförde 25 Häuser mit 57 Familien, Albertshof mitgerechnet gab es in der gesamten Gemeinde Sandförde 33 Häuser mit 69 Familien.

1863....wurde die Bahnstrecke Pasewalk – Stralsund errichtet.

1864....Am 21.12.1864 wird Emil Müller in Albertshof geboren. Er erneuerte die Windmühle in Albertshof (Müllermühle) und starb am 28.04.1938. Die Windmühle wurde von Wilhelm Müller, Zimmermann, (09.02.1833 – 31.10.1918) , vor 1866 erbaut.

1865....wurden in der Kolonie Sandförde 5 Pferde gezählt.

1866....baute Karl Albrecht (Bauernsohn aus Liepe) eine zweite Windmühle (Selliner Mühle) in Albertshof.

1866....die auf den Schulgrundflächen lastenden Domänenabgaben wurden abgelöst.

1868....hob der Staat die Berechtigung auf, Vieh im Wald zu hüten.

1870....Elskenest wurde abgebrochen und das Wohnhaus brannte ab. Es wurde ein neues Haus gebaut, welches bis 1923 ganz Wilhelmstal darstellte, dies ist die frühere Fleischerei Heilemamm, welche 1955 zuzogen und die Fleischerei von Hulda und Friedrich Fietz übernahmen.

1887....ab diesen Zeitpunkt wurden viele neue Häuser bis zum I. WK in Albertshof errichtet

1890....kaufte Bauer Wilhelm Jürgens aus Belling den alten Krug, welche einige Jahre vorher eingegangen war. Das Haus steht noch am Dorfeingang von Sandförde, von Belling kommend als erstes Haus auf der rechten Seite. Zum Bauernhof Jürgens gehörte ebenfalls das Haus in der Chausseestr. 03.

1890....in Sandförde wurden 284 gezählt.

1891.... Gründung der „Viehversicherungsgesellschaft zu Sandförde“ zum Zweck der Versicherung ihrer Mitglieder gegen Verluste in ihren Schweineställen. Die Versicherung wurde durch den Lehrer Ziebell gegründet.

1891....Am 01.11.1891 Errichtung Bahnhaltepunktes Sandförde.

1900....Einwohnerzahl Sandförde 269

1902....Gründung der Schneidemühle Hamann und Stöwe in Albertshof

1902....Gründung einer länglichen Spar- und Darlehnskasse, diese bestand aus 39 Handwerkern und Landwirten der Orte Belling, Sandförde, Jatznick, Dargitz und Stolzenburg.

1905....erhielt Sandförde einen Steindamm. Dieser begann an der Chaussee und führte bis zur Forst. In diesen Zusammenhang wurden auch die Linden entlang des Steindammes gepflanzt. Die Gemeinde Sandförde beteiligte sich an den Kosten mit 6.000 Mark.

1910....die Einwohnerzahl Sandförde wuchs auf 367.

1910....Gründung Gasthof Fritz Kapell jetzt Restaurant Krause in Albertshof.

1913....bestand Schuhmacherei Otto Geschke

1914....Am 01.09.1914 wurde einer Postagentur in Sandförde errichtet.

1916....kam Licht nach Sandförde, mitten im Krieg.

1917....Einwohnerzahl Sandförde 358

1920....Eröffnung Schlosserei Drews in Albertshof

1922....bestand die Bäckerei Lubahn

1923....wurden in Sandförde 51 Häuser mit 68 Familien und 11 Pferde gezählt Albertshof mitgerechnet gab es in der gesamten Gemeinde Sandförde 83 Häuser mit 107 Familien

1925....Die Gemeinde Sandförde hatte 1925 eine Wohnbevölkerung von 388 Einwohnern, von denen 186 männlich (47,9 %) und 202 weiblich (52,1 %) waren. Mit 378 Protestanten (97,4 %) war 1925 die große Mehrheit der Einwohner in der Gemeinde Sandförde evangelischen Glaubens. Darüber hinaus gab es in Sandförde 1 Katholiken (0,3 %) aber keine Juden. (Für die restlichen 9 Einwohner gibt es keine Angaben zur Konfession.)

1925....Beitritt des Artillerie – Vereins Sandförde – Albertshof zum Pasewalker Verband militärischer Vereine.

1927....Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Sandförde

1927....Am 19.11.1927 wurde das Denkmals zur Erinnerung an die gefallenen Soldaten im 1. WK, von der Gemeinde Sandförde errichtet.

1930....bestand das Baugeschäft Grabowski

1938....bestand die Bäckerei Sommerlatte

1939....Einwohnerzahl von Sandförde wächst auf 427

1944....unbeabsichtigter Bombeneinschlag in Sandförde auf dem heutigen Grundstück in der Sandförder Dorfstr 38.

1945....in Sandförde werden 479 Einwohner gezählt

1948....die Einwohnerzahl erhöht sich Flüchtlinge auf 619 Einwohner

1949....Gemeindeschwester Frau Frenzke kümmerte sich 25 Jahre um die medizinische Betreuung des Dorfes.

1950....Am 12.06.1950 wurde der Antrag auf Zusammenlegung der Gemeinde Belling und Sandförde einstimmig beschlossen.

1950....Anpflanzung der Birken und Gestaltung des Friedhofes in der jetzigen Form durch Willy Thom

1953....schlossen sich in Belling, Bauern zu einer landwirtschaftlichen Genossenschaft ,zur LPG Typ III „ Helmut Just „ zusammen.

1956..../ 1957 Einsturz der Müllermühle durch Sturm

1957....Erbauung Leichenhalle in Sandförde

1957....Einführung des öffentlichen Busverkehrs. Erste Bushaltestelle war bei Roß Die Fam. Roß führte gleichzeitig ein Fahrradreparaturgeschäft und eine Tankstelle.

1961....Neubau Bahnhofsgebäude Sandförde

1961....Gründung LPG „Neues Leben“ in Sandförde (LPG Typ 1)

1961....Ausbau zum Kreuzungsbahnhof

1966....Schaffung der Bushaltestelle (massiv ) gegenüber „Restaurant Krause“ in freiwilliger Aufbauarbeit

1969....Ertrag von 795 Kg Fisch aus dem Karpfenaufzuchtteich

1970....Schließung der Schule in Sandförde

1970....– 1975 Gründung Glaserei Gisela Hofmann

1974....im Januar wurde der Konsum eröffnet. Hier wurde der ehemalige LPG - Technik – Schuppen umgebaut.

1974....Gründung Kabarettgruppe Sandförder Finken durch Vera Brunst

1977....114 Häuser standen in Sandförde und 393 Einwohner lebten hier. wurden 6 Ehen in Sandförde geschlossen und 9 Kinder geboren

1979....neuer Standort Friedhofsglocke jetzt neuer Friedhof Bei der Umsetzung halfen vor allen die Fam. Kleinschmidt, Krienke und Zeipel.

1980....wurde die Polsterei und Sattlerei Gutzmann gegründet.

1982....Gründung des Seniorenchor durch Vera Brunst älteste Chormitglied war damals Adolf Hertzig mit 84 Jahren.

1983....wurde das Kulturhaus in Sandförde (ehemalige Schule) eröffnet.

1986....wurde eine Gymnastikgruppe gegründet.

1991....Errichtung Trink und Abwassernetz in Sandförde für 5 700 531,39 DM Übertragung der Anlage 1995 an den Trink und Abwasserzweckverband „ Süd - Ost “ . Fördermittel von 3 Mill. DM durch das Land aus dem Programm Aufbau Ost.

1992....Asphaltierung der Straße von der Chaussee bis zum Bahnübergang

1993....Auflösung der Sandförder Feuerwehr

1995....Einweihung Tanzfläche in Sandförde bei der alten Schule

1998....Am 18.01.1998 wurde JBS „ Verein für Jugendarbeit Belling Sandförde e.V.“ gegründet.

2000....Ab dem 01.01.2001 gehört Belling zur Gemeinde Jatznick. Seit 1818 war Belling einen eigenständige Gemeinde. Durch die Fusion gab das Dorf die Eigenständigkeit auf und ist nun ein Ortsteil von Jatznick.

2011....112 Häuser in Sandförde



Die Chronik von Sandförde wurde durch Dietlind Ehlert und Frank Schulz zusammen gestellt.


Mit freundlicher Unterstützung vom                   V E R M E S S U N G S B Ü R O   B O C K          Straße der Einheit 07 - 17309 Jatznick

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